Tattoos mit Laser entfernen: Das sollte man wissen

Redaktionsleitung

Ungeliebtes Tattoo wird entfernt
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Seit Jahren greift der Tattoo-Trend um sich, die Zahl der tätowierten Menschen in Deutschland steigt kontinuierlich an. Doch irgendwann wird auch dieser Trend wieder abnehmen und die Anzahl der mit ihrem Tattoo unzufriedenen Menschen wird stark ansteigen. Schon heute lässt sich diese Entwicklung beobachten. Hinzu kommt, dass auch bei den Tattoos selbst neue Trends kommen und wieder gehen, so dass auch Menschen, die grundsätzlich nichts gegen Tattoos haben, nach einiger Zeit ein bestimmtes Motiv gerne wieder entfernt haben möchten.

Um diesem erhöhten Bedarf gerecht zu werden, entwickelte man den letzten Jahren verschiedenste Methoden zum nachträglichen Entfernen von Tätowierungen. Auch in diesem Bereich schreitet die Entwicklung immer noch voran, so dass für die nächsten Jahre  nochmals ein großer Fortschritt zu erwarten sein dürfte. Als Standard zur Entfernung von Tattoos hat sich mittlerweile die Laserbehandlung durchgesetzt, welche wir hier einmal etwas näher betrachten möchten.

Tattoo-Entfernung mittels Laser

Jede Methode zum Entfernen einer Tätowierung weist individuelle Nachteile auf. Deswegen kann auch nicht jede Methode bei jedem Patient beziehungsweise jedem Tattoo angewendet werden. Einige Methoden eignen sich lediglich für ganz bestimmte Bereiche, andere sind noch relativ unerforscht und darüber hinaus oftmals sehr teuer.

Eine Methode zum Entfernen von Tätowierungen hat sich jedoch innerhalb der letzten Jahre quasi als Standard durchgesetzt – sie wird übrigens auch in anderen Bereich erfolgreich eingesetzt, wie etwa zum Besenreiser entfernen. Die Rede ist von der Tattoo-Entfernung mittels Laser. Die Methodik, welche hinter diesem Verfahren steht, ist folgende: Mithilfe von extrem gebündeltem Licht, das in Form eines Strahls in die Haut geschossen wird, werden die einzelnen Farbpigmente quasi zum Explodieren gebracht. Der Lichtstrahl erwärmt jedes Farbpigment in kürzester Zeit so stark, dass eine explosionsartige Verbrennung entsteht. Da diese Verbrennung direkt in der Haut entsteht – es müssen also nicht zuvor extra die darüber liegenden Hautschichten entfernt werden – ist die Narbenbildung bei der Tattoo-Entfernung mittels Laser meist sehr gering. Die durch den Laser zerstörten Hautzellen, welche auch die Farbpigmente beinhalten, werden dann nach und nach über das Blut und die Lymphflüssigkeit vom Körper selbst abtransportiert.

Dass die Entwicklung diesem Bereich nicht still steht, erkennt man an den verschiedensten Laserverfahren, die mittlerweile zur Entfernung von Tätowierungen verwendet werden. Sehr verbreitet sind dabei zum Beispiel der Rubin-Laser, der CO2-Laser, der YAG-Laser oder der Alexandrit-Laser.

Die Tattoo-Entfernung mittels Laser ist in der Regel weniger schmerzhaft als die anderen, hier vorgestellten Verfahren. Das bedeutet aber nicht, dass der Betroffene völlig ohne Schmerzen davonkommt. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass jede dieser Mini-Explosionen unter der Haut einen Schmerzreflex im Körper auslöst, der allerdings in der Regel relativ kurz anhält. Die Entfernung einer größeren Tätowierung mittels der Lasertechnik muss allerdings meist in mehreren Sitzungen vollzogen werden. Der Grund: Nach einer gewissen Anwendungszeit sind die oberen Hautschichten sowie die farbtragende Hautschicht der Tätowierung so gereizt, dass zunächst eine Pause zur Regenerierung dieser Hautpartien angesetzt werden muss.

Die Ergebnisse

Wie bereits angedeutet, sind in der Regel mehrere Behandlungen zur Entfernung eines Tattoos mittels Laser erforderlich. Dies ist übrigens nicht nur durch die damit verbundene Reizungen der Haut bedingt, sondern auch dadurch, dass der Laser nie alle Farbpigmente in einem Durchgang treffen kann. Das Ergebnis einer Laserbehandlung wird also zunächst so aussehen, dass die Tätowierung nach und nach merklich verblasst.

Sind schließlich alle Behandlungen abgeschlossen und waren soweit erfolgreich, bildet sich an Stelle des Tattoos zunächst einen weißer Fleck. Dieser, wie eine Wolke aussehende Fleck zeugt davon, dass die Haut die zerstörten Farbpigmente mit einer Schicht Wasser umschlossen hat und sie somit nach und nach abtransportieren wird. Der weiße Fleck ist also ein sehr gutes Zeichen hinsichtlich des Erfolgs dieser Behandlungsmethode.

Wie viele Sitzungen grundsätzlich notwendig sind, um ein Tattoo von mittlerer Größe zu entfernen, kann nicht pauschal beantwortet werden. Neben der Größe kommt es nämlich auch auf die verwendeten Farben der Tätowierung an, sowie darauf, wie tief das Tattoo gestochen wurde.